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Dreiwalze

Prinzip der Dispergierung mit der Dreiwalze

Die Dreiwalze kann Partikeln bis in den Nanometerbereich bei mittleren bis hohen Suspensionsviskositäten dispergieren. Sie besteht aus Aufgabe, Mittel und Abnahmewalze, wobei die Aufgabe- und Abnahmewalze an die ortsfeste Mittelwalze gepresst werden. Die zu dispergierenden Partikeln kommen zunächst in den Aufgabenspalt zwischen Aufgabe und Mittelwalze. Sie wandern auf der Mittelwalze in den Abnahmespalt zwischen Mittel- und Abnahmewalze. Die Abnahmewalze übernimmt das Dispergiergut, welches dann mit einem Abstreifmesser abgenommen wird. Im Walzenspalt treten extrem hohe Scherkräfte und Dehnströmungen auf, die zur Dispergierung der Agglomerate führen.

Beschreibung

Die dem iPAT zur Verfügung stehende Dreiwalze (S80 der Firma Exakt) mit einem Walzendurchmesser von 80 mm und einer Arbeitsbreite von 170 mm besitzt ein Walzendrehzahlverhältnis von 9:3:1. Bei der Dreiwalze S80 lassen sich die Drehzahl der Walzen, die Spaltbreite sowie die Betriebstemperatur einstellen. Die Dreiwalze kann entweder mit konstanter Spaltbreite oder mit konstanter Pressung betrieben werden. Die Walzen bestehen aus Aluminiumoxid, die Abnehmermesser wahlweise aus Aluminiumoxid, Keramik oder Stahl.

Literatur

[1] S. Luther, Berücksichtigung der freien Knetoberfläche beim Berechnen von Strömungsfeldern im Kalanderspalt. Dissertation, Universität Hannover, 2003
[2] C. Schilde, Charakterisierung von Dissolver, Kneter und Dreiwalze für die Dispergierung von Nanopartikeln, Diplomarbeit, Inst. für Partikeltechnik der TU-Braunschweig, 2006