Dissolver

Prinzip der Dispergierung mit dem Dissolver

Der Dissolver wird für das Dispergieren von Partikeln in niedrig- bis mittelviskosen Flüssigkeiten eingesetzt. Die Dispergierung erfolgt über eine schnelllaufende Zahnscheibe oder eine Rotor-Stator-Geometrie. Bei der Dispergierung kommt es abhängig von dem Scheiben-durchmesser, der Drehzahl, der Suspensionsviskosität, dem Behältergeometrie und dem Behälterfüllstand zu Bildung einer Trombe, auch als “Doughnut-Effekt” bezeichnet (siehe Abbildung).

Durch die gebildete zirkulierende Strömung trifft das Dispergiergut auf die schnell rotierende Scheibenoberfläche. Dabei werden die Agglomerate durch die hohen Scherkräfte stark beansprucht und je nach Agglomeratfestigkeit zerteilt. Ist die Viskosität der Suspension zu hoch, bildet sich eine Fließgrenze aus und der Ansatz wird stockig. Die Folge ist, dass die Zahnscheibe sich innerhalb des Dispergiergutes stoßartig dreht und im Extremfall sogar frei läuft.

Beschreibung

Der am iPAT vorhandene Technikumsdissolver (Dispermat CA der Firma VMA-Getzmann) kann bei konstanter Drehzahl oder konstantem Leitungsantrag betrieben werden, wobei die Drehzahl stufenlos zwischen 0 und 19800 U/min variiert werden kann. Die hohe Drehzahl erlaubt die Dispergierung mit extrem hohen Scheibenumfangsgeschwindigkeiten. Der Dissolver ist mit einer Prozesskontrolle ausgestattet, die sowie den automatischen Abgleich der Bruttoleistung als auch die Ansteuerung und Aufnahme von Messwerten über den PC (Software WinDispPro) ermöglicht. Das Gerät verfügt über einen eingebauten Timer, eine Datenbank über die bis zu 100 spezifische Geräteeinstellungen gespeichert werden können. Es verfügt über ein Kompaktstativ mit elektrischer Höhenverstellung und ein zentrales Behälterspannsystem.

Literatur

[1] C. Schilde, Charakterisierung von Dissolver, Kneter und Dreiwalze für die Dispergierung von Nanopartikeln, Diplomarbeit, Inst. für Partikeltechnik der TU-Braunschweig, 2006