Historisches

Das Institut für Partikeltechnik der TU Braunschweig hieß bis zum Amtsantritt von Professor Arno Kwade im Jahr 2005 und der damit verbundenen Umbenennung Institut für Mechanische Verfahrenstechnik. Dieses wiederum ging aus dem früheren Institut für Mühlenwesen hervor, das von Professor Stöckmann 1929 gegründet wurde und das dieser 80-jährig an Professor Jörg Schwedes übergab, als dieser im Juni 1976 seine Lehr- und Forschungstätigkeit in Braunschweig begann. Im Unterschied zu der Zeit vor 1976 wurde auch ein Lehrstuhl geschaffen, so dass die Mechanische Verfahrenstechnik fester Bestandteil in der Ausbildung der Braunschweiger Verfahrenstechniker wurde.
Ein Forschungsschwerpunkt im Institut für Mühlenwesen war die Zerkleinerung landwirtschaftlicher Produkte. Unter Professor Schwedes wurde die Zerkleinerungstechnik (insbesondere mittels Prallmühlen und Rührwerkmühlen) fortgeführt und die Schüttguttechnik als zweiter Schwerpunkt des Instituts etabliert. In diesem Bereich wurden die Silodimensionierung und der Silobetrieb, die Schüttgutmesstechnik und theoretische Arbeiten zum Zusammenhang zwischen Spannungen und Verformungen in Schüttgütern behandelt. Mit der Einrichtung des Biozentrums an der TU Braunschweig 1987 und dem Einbezug des Instituts für Mechanische Verfahrenstechnik in die Ausbildung von Biotechnologen, Bioverfahrenstechnikern und seit dem Wintersemester 2000/2001 auch von Bioingenieuren entwickelte sich der dritte Forschungsschwerpunkt der mechanisch-biologischen Verfahren. Hier gilt es vor allem die Erkenntnisse der Zerkleinerungstechnik und der Schüttguttechnik auf biologische Prozesse anzuwenden.
Nach Übernahme der Institutsleitung durch Professor Kwade wurde das Institut für Partikeltechnik geschaffen und die von Professor Schwedes etablierten Forschungsschwerpunkte neu ausgerichtet. Hieraus gingen die vier Forschungsschwerpunkte Zerkleinern, Dispergieren und Beschichten, Schüttgüter und granulare Medien sowie Bio- und Pharmapartikeltechnik hervor. Nach Berufung von Juniorprofessor Georg Garnweitner ans Institut für Partikeltechnik im Jahr 2007 wurde die stärker chemisch ausgerichtete Arbeitsgruppe Nanopartikel und Nanocomposite eingerichtet, die unter seiner Leitung steht. Zudem wurde in den letzten Jahren die Arbeitsgruppe Batterieverfahrenstechnik etabliert, die neben dem Hauptstandort des Instituts auch am Standort Langer Kamp arbeitet.
Im Jahr 2013 wurde die Juniorprofessur zu einer Professur für Nanomaterialien umgewandelt und die Arbeitsgruppe von Prof. Garnweitner in den Bereich Nanomaterialien umgewandelt. Zudem wurden die Fachgruppen Pharmaverfahrenstechnik und Simulation und Modellierung als Querschnittsgruppen eingerichtet.“

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